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Was, wann, wo?
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Farm-to-Fork-Strategie stärkt den Tierschutz

Pressemeldung vom 20.05.2020

Revision der Tierschutztransportverordnung lange überfällig

Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die heute von der EU-Kommission vorgestellte „Farm-to-Fork-Strategie“, die wichtige Tierschutzaspekte enthält. Von besonderer Relevanz ist aus Sicht der Tierschützer dabei die von der Kommission angekündigte, längst überfällige Überarbeitung der EU-Tierschutztransportverordnung, um ein höheres Tierschutzniveau sicherzustellen.

„Die Missstände und Grausamkeiten bei Tiertransporten sind seit langem bekannt. Genauso lange kämpfen wir für dafür, dass die Vorschriften überarbeitet werden. Jahr für Jahr wurden wir vertröstet. Nun zeichnet sich endlich ein Erfolg ab. Spätestens mit der heute veröffentlichten Strategie der EU-Kommission muss klar sein: Die Revision muss kommen“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Wichtig sei nun, dass alle Vorhaben der Strategie bei der Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik berücksichtigt werden.

Die Farm-to-Fork-Strategie ist essentieller Bestandteil des European Green Deal der EU-Kommission. Um die Green Deal Ziele – insbesondere die Klimaneutralität der EU bis 2050 – zu erreichen, legt die Strategie dar, wie Landwirtschaft und Ernährung langfristig reformiert bzw. verändert werden müssten. In ihrer Strategie kündigt die Kommission wichtige Vorhaben an, um die gesamte europäische Nahrungsmittelindustrie nachhaltiger zu gestalten. So ist vorgesehen, dass die Tiergesundheit und das Tierwohl in der Landwirtschaft – von der Erzeugung über Transport und Vertrieb bis hin zu Vermarktung und Verzehr – berücksichtigt werden müssen. Die Tierschutzvorschriften für den Transport und die Schlachtung von Tieren sollen überarbeitet werden, um sie mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen. Neben neuen politischen Initiativen sei die Durchsetzung bestehender Rechtsvorschriften im Tierschutz von wesentlicher Bedeutung, betont die EU-Kommission. Zudem wolle man die Möglichkeit eines europäischen Tierwohlkennzeichens prüfen. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes wäre ein solches Kennzeichen bedeutsam, um Transparenz zu schaffen und Verbrauchern europaweit eine Kaufentscheidung an die Hand zu geben. Erfreulich ist aus Tierschutzsicht auch, dass die Kommission einen Übergang zu einer hauptsächlich pflanzlichen Ernährung empfiehlt – der direkteste Weg zu mehr Tierschutz. Zudem soll die europäische Handelspolitik verstärkt auch zu einem verbesserten Tierschutz in Drittländern beitragen.