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Was, wann, wo?
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„Lassie“ startet im Kino: Deutscher Tierschutzbund warnt vor unüberlegter Anschaffung von Collies

Pressemeldung vom 19.02.2020

Anlässlich des Filmstarts von „Lassie“ am 20. Februar warnt der Deutsche Tierschutzbund vor der unüberlegten Anschaffung von Collies. Nicht sachkundige Spontankäufe bergen nicht nur die Gefahr, dass Tiere ein Leben lang unter schlechten Haltebedingungen leiden müssen. Es besteht auch das Risiko, dass die Tiere über kurz oder lang im Tierheim landen oder ausgesetzt werden, sollten sie die Erwartungen ihrer Halter nicht erfüllen. Bei Käufen über das Internet kommt erschwerend hinzu, dass „Lassie“-Fans leicht an kriminelle Welpenhändler geraten können.

„Bei Hunde-Filmen wie ‚Lassie‘ sind Zuschauer oft schockverliebt und es entsteht schnell ein Hype um die Rasse. Diese Chance auf ein schnelles Geschäft nutzen leider auch illegale Welpenhändler“, weiß Lisa Hoth, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Gerade auf Online-Plattformen wie ebay Kleinanzeigen scheint das neue Lieblingstier nur einen Mausklick entfernt. Unseriöse Verkäufer sind hier allerdings kaum zu erkennen. Viele kriminelle Händler tarnen sich mit normalen Züchterpreisen, andere bieten die Tiere zu Spottpreisen an, die Spontankäufe noch begünstigen. „Ich kann daher nur dringend davon abraten, Tiere über das Internet zu kaufen“, sagt Hoth. Die illegal gehandelten Hundewelpen stammen in der Regel aus grausamen Zuchtfabriken in Osteuropa, in denen die Muttertiere unter qualvollen Bedingungen als „Gebärmaschinen“ gehalten werden. Zu früh werden die Welpen von der Mutter getrennt, viele sind von den langen Transporten geschwächt und kaum überlebensfähig, wenn sie in Deutschland ankommen – auch weil wichtige Impfungen fehlen. Unwissende Tierliebhaber erleben nicht selten eine böse Überraschung, wenn der neue Hund plötzlich krank wird und die tierärztliche Behandlung unvorhergesehene Kosten verursacht.

Collies brauchen viel Beschäftigung

Bei Hypes um bestimmte Tierarten besteht auch immer die Gefahr, dass sich zukünftige Halter vorab zu wenig über die Bedürfnisse der Tiere informieren. „Hütehunde wie Langhaarcollie ‚Lassie‘ brauchen zum Beispiel viel Beschäftigung – dies ist vielen Interessenten leider nicht bewusst und führt bei unüberlegter Anschaffung schnell zu einer Überforderung“, erklärt Hoth. „Die Entscheidung für ein Tier sollte deshalb nie spontan, sondern immer nur ausreichend informiert fallen.“ Wer sicher ist, dass ein Hund oder auch eine bestimmte Rasse ins eigene Leben passt, dem empfiehlt der Deutsche Tierschutzbund als erstes einen Gang ins Tierheim, wo Rassetiere wie Mischlinge auf ein neues Zuhause warten. Fachkundige Tierheimmitarbeiter, die ihre Schützlinge genau kennen, stehen beratend zur Seite und können sicherstellen, dass Hund und Halter auch wirklich gut zusammenpassen.