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Kommentar - Bekenntnis zu mehr Tierwohl: Handel bewegt sich

Kommentar vom 02.07.2021

Bekenntnis zu mehr Tierwohl: Handel bewegt sich

Nachdem Anfang der Woche Aldi Nord und Aldi Süd angekündigt hatten, bis 2030 ihr Frischfleisch-Sortiment auf die höheren Tierwohl-Haltungsformen Stufe 3 und 4 umzustellen, sind andere Unternehmen nachgezogen: Die Rewe Group (Rewe, Penny) strebt bis 2030 im gesamten Eigenmarken-Frischfleischsortiment die Stufen 3 und 4 an. Edeka (Edeka, Netto Marken-Discount) gab bekannt, kurzfristig auf Frischfleisch der Haltungsform Stufe 1 und längerfristig auch auf Frischfleisch der Stufe 2 zu verzichten. Gestern kündigte die Schwarz-Gruppe an, bei Kaufland ab sofort kein frisches Schweinefleisch der Stufe 1 mehr zu verkaufen; Lidl wird bis Ende des Jahres folgen.

Zu dieser Entwicklung kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Mit dem Markteintritt unseres Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“, das heute in die Stufen 3 bzw. 4 der Haltungsform eingruppiert wird, haben wir eine Entwicklung hin zu mehr Tierschutz in der Landwirtschaft angestoßen. Im Frühjahr dieses Jahres konnten wir in Gesprächen mit den führenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels ein Bekenntnis zu einer tiergerechteren Geflügelfleischerzeugung erreichen. Diese Entwicklungen und der anschließende Vorstoß von Aldi haben die erwartete Sogwirkung hervorgerufen. Wir erleben gerade, was möglich ist, wenn der Handel seinen Einfluss im Sinne der Tiere nutzt. Während die politisch Verantwortlichen untätig bleiben und sich scheuen, die gesetzlichen Vorgaben für die Tierhaltung anzuheben, listen die Handelsunternehmen Produkte aus, die mit dem Tierschutz und den gesellschaftlichen Ansprüchen nicht länger vereinbar sind.“