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Was, wann, wo?
Was, wann, wo?

Das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein stoppt vorläufig Tiertransporte in Drittländer.

Kommentar vom 25.02.2019

Dazu kommentieren Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und Holger Sauerzweig-Strey, Vorsitzender des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Schleswig-Holstein:

„Wir begrüßen die Initiative der Landesregierung in Schleswig-Holstein. Wenn Schleswig-Holstein Transporte in bestimmte Drittstaaten außerhalb Europas stoppt, weil die Transportstrecken zu lang und die Schlachtmethoden dort zu grausam sind, geht der zuständige Minister damit einen konsequenten Weg. Er folgt dem Staatsziel Tierschutz und dem Beschluss des Europäischen Parlamentes vom 14. Februar 2019. Nach Rechtsprechung gelten die EU-Regeln zum Transport auch über die EU-Grenzen hinaus bis zum Ankunftsort. In der Realität werden sie aber außerhalb der EU-Grenzen nicht beachtet. Hinzu kommen die tierquälerischen Tötungsmethoden in vielen Ländern. Eine juristische Beurteilung kommt zu dem Ergebnis, dass sich Tierärzte in Deutschland der Mittäterschaft der Tierquälerei schuldig machen, wenn sie die Tiertransporte trotzdem abfertigen. Vor diesem Hintergrund ist es an der Zeit, dass die Politik endlich handelt und die Transporte stoppt. Die anderen Bundesländer müssen dem Beispiel Schleswig Holsteins folgen. Julia Klöckner ist per Amt auch Bundestierschutzministerin. Deshalb muss sie nun auch handeln und mit den Ländern ein nationales Verbot von deutschen Tieren in EU-Drittländer sofort umsetzen und sich auf EU Ebene aktiv für ein generelles, europaweites Verbot der Exporte in Länder außerhalb Europas einsetzen. Diese grenzüberschreitende Tierqual muss ein Ende haben.“