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Was, wann, wo?
Was, wann, wo?

Auftaktsitzung der Zukunftskommission Landwirtschaft (7.9.)

Pressemitteilung vom 04.09.2020

Deutliche Fortschritte beim Tierschutz sind überfällig

Es geht um das Wie, nicht um das Ob

Zur ersten Sitzung der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ am Montag (7.9.) betont Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, dass es darum gehen müsse, wie der Umbau der Agrarwirtschaft hin zu mehr Tierschutz gestaltet werden könne. Die Frage, ob überhaupt etwas geändert werde müsse, dürfe nicht zur Diskussion stehen. Schröder wurde als eines von 31 Mitgliedern von der Bundesregierung in die Zukunftskommission berufen.

„In der Zukunftskommission stehen wir vor einer gewaltigen Aufgabe. Über Jahrzehnte ist ein System gewachsen, das keine Zukunft mehr hat und nicht mehr haben darf. Alle Beteiligten brauchen Planungssicherheit, die nicht Status Quo heißen darf, sondern Veränderung. Es geht jetzt um das Wie, nicht um das Ob“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „In der laufenden Legislaturperiode hat sich im Tierschutz leider nichts zum Guten bewegt.  Bundesministerin Klöckner agiert taktisch, indem sie nahezu wöchentlich Instrumente in die politische Debatte wirft – vom freiwilligen Label über die Tierwohlabgabe bis zur Geschlechtererkennung im Ei -, ohne dass klar wird, auf welches Ziel diese Instrumente hinführen sollen. Es braucht endlich eine Strategie und ich bin dankbar, dass sich das Kanzleramt der Herausforderung stellt und die Frage zur Zukunft der Landwirtschaft zur Chefsache macht. Mehr Tierschutz ist auch gut für ein Mehr an Umwelt- Natur- und Artenschutz. Es geht jetzt ums Ganze.“

Umsicht bei Verwendung der EU-Mittel gefragt

Angesichts der Tatsache, dass die Verhandlungen zur neuen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) 2021-2027 bald abgeschlossen sind, darf Bundesministerin Klöckner die Beratungen in der Zukunftskommission nicht losgelöst vom aktuellen GAP-Prozess betrachten. Auch die GAP müsse bereits für den Umbau der Landwirtschaft genutzt werden, betont Schröder. Daher muss die Kommission in kurzer Zeit erste Ergebnisse und Empfehlungen vorlegen.