Ruetter_Ronja_2RuetterLogoZum mittlerweile fünften Mal gastierte am 10. März 2010 der aus dem TV bekannte "Hundeprofi" Martin Rütter in Münster.

(hier geht es zur Seite des Hundeprofis beim Fernsehsender VOX!)

In Hundehalterkreisen ist er bestens bekannt: Martin Rütter, der gern auch als „Hundeflüsterer" zitiert wird. Vor Jahren begann seine Karriere mit der „Couch für alle Felle" im WDR-Fernsehen und widmet sich mittlerweile regelmäßig beim Fernsehsender Vox problematischen Hund-Mensch-Beziehungen. Momentan laufen dort samstags die „Promi-Specials", in denen Stars und Sternchen beweisen, dass sie in Sachen „Hundeverstand" genauso viele Fehler begehen wie Otto Normalhundehalter. Eine erfrischende Erkenntnis für den Zuschauer, der sich gelegentlichen Spott kaum verbeißen kann.

Und dieser Martin Rütter war nun zum fünften Mal in Münster. Vor ein paar Jahren hatte er zum ersten Mal hier gastiert - und zwar im Fürstenberghaus, das dem Ansturm an Interessierten so gar nicht gewachsen war. In der Folge sprengte er den H 1 am Hindenburgplatz genauso wie zweimal das Congress Zentrum der Halle Münsterland. Diesmal sollten sich die Anhänger des „Hundepapstes" nicht gegenseitig auf dem Schoß sitzen: etwa zwei Drittel der „großen" Halle Münsterland standen zur Verfügung - und füllten sich bis auf wenige Plätze.

Martin Rütter, vor der Veranstaltung noch sichtlich von einer schweren Erkältung geplagt, ließ diese mit dem Gang auf seine Bühne offenbar hinter sich und lief innerhalb kürzester Zeit zu Hochform auf. Er machte sich mit seinem Publikum bekannt: „Wer von Ihnen hat zwei Hunde? - Der Trend geht zum Zweithund, und das ist gut so. Ein Hund macht vielleicht ein, zwei Probleme, aber bei zwei Hunden geht es schon ganz anders zur Sache - und davon leben Leute wie ich schließlich!" Eine Dame, die sich als „Noch-Nicht-Hundehalterin" outete, erklärte er launig zur „Quoten-Streberin" - die meisten Menschen kämen schließlich erst, wenn sie längst einen Vierbeiner ihr Eigen nennen.

„Hund-Mensch / Mensch-Hund", so der Name seines Programms, ist alles andere als ein trockener Fachvortrag über Hundeerziehung. „Hundemenschen" - eine von Rütter genau spezifizierte Gattung Mensch, seien schon sehr besonders und extrem tolerant - jedenfalls ihrem Hund gegenüber. Und diese These wusste Rütter an etlichen Beispielen zu belegen: „Wenn Ihr Mann nach einer nächtlichen Zechtour mit gehöriger Fahne und Tzazikiduft aus dem Mund vor Ihrem Bett niedersinkt, schmeißen sie ihn aus dem Schlafzimmer und er wird seine Nacht auf dem Sofa zubringen. Wenn aber Bello, leise seufzend, seine Sabberschnauze auf die Bettkante legt und Sie mit tiefsinnigem Blick anschaut - dann heißt es ganz schnell „Hopp!" - egal, ob er sich am Tag ein paar Pferdeäpfel reingezogen, einen Ochsenziemer verspeist und sich im Dreck gewälzt hat." - „- und wenn Ihr Mann schnarcht, denken Sie spätestens am dritten Tag an Mord, schnarcht aber Ihr Hund, heißt es: och, hör mal, wie niedlich!!" - Da stimmt doch was nicht?! Und doch: viele Hundehalter erkannten sich in Rütters Vergleichen ganz offenbar wieder. Indem er, der das größte Problem beim Zusammenleben von Mensch und Hund in der Vermenschlichung der Vierbeiner sieht, seinerseits das Hundeverhalten ins Menschliche übertrug, wurde manchem - ganz ohne erhobenen Zeigefinger - klar, was zu Hause im Umgang mit Bello und Struppi nicht ganz so im grünen Bereich ist. „Ihr acht Jahre alter Sohn darf Ihnen, wenn Sie vom Einkauf kommen, gern die Plastiktüten abnehmen - aber ihr Rottweiler darf sie umrennen, anspringen und abschlabbern. Das würden Sie Ihrem Sohn garantiert nie gestatten!" - An treffenden Beispielen mangelte es Martin Rütter beileibe nicht, und so wundert es kaum, dass es ihm gelang, sein Publikum zwei Stunden lang zu fesseln und bei bester Laune zu halten.

Ruetter_Vortrag_1Ob, abgesehen von der Einsicht, dass Hunde eben nicht die besseren Menschen sind und man sie unbedingt auch als Hunde behandeln sollte, viel sachliche Information vermittelt wurde, mag bezweifelt werden: Martin Rütter ist auf der Bühne eher der "Mario Barth der Hundeszene" - und mit seinem komödiantischen Talent erreicht er die Menschen ohnehin viel eher als mit trockener Theorie. Für Tipps rund um die Hundeerziehung hatte der „Infotainer" aber seine ganze Palette an Büchern, CDs und DVDs im Gepäck. Gekauft wurde reichlich und Martin Rütter signierte geduldig Buch um Buch, bis jeder Wunsch seiner Fans erfüllt war.

Der Tierschutzverein durfte auch diesmal die Veranstaltung mit einem Infostand begleiten und das Interesse war enorm. Mehrere Besucher des Vortrags entschlossen sich spontan, Mitglied zu werden und viele Leute kamen zum Stand, um von ihrem Vierbeiner, den sie vor kurzer oder langer Zeit aus unserem Tierheim übernommen hatten, zu erzählen.

Als die letzten Besucher sich schließlich auf den Heimweg machten, hatten wir noch die Gelegenheit, ein wenig mit dem sympathischen „Ruhrpöttler", wie er sich gern bezeichnet, zu plaudern. Dabei verriet er, dass ein weiterer Auftritt 2011 in der Halle Münsterland geplant sei. „Und dann kommt Ihr auch wieder dazu", betonte er und schenkte uns für unsere Tombola eine ganze Reihe CDs und DVDs.

Vielen Dank - und klar sind wir nächstes Mal auch wieder am Start!
Den genauen Termin 2011 erfahren Sie sofort nach Bekanntgabe auf unserer Homepage!

(Fotos mit freundlicher Genehmigung v. www.grande-fotografie.de)